IVFP mit neuem Riester-Rating

IVFP mit neuem Riester-Rating

Verbraucherschutz und Politiker kritisieren sie gleichermaßen, doch davon ließ sich das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) nicht abhalten: Die Analysten haben die Riester Rente in einem aktuellen Test betrachtet und ihre Testsieger gekürt. Für den Verbraucher ist eine solche Untersuchung wichtig, denn ungeachtet der öffentlichen Diskussion ist es von Zeit zu Zeit interessant, die Entwicklung am Markt zu verfolgen.

Anhand von neuen Testresultaten lässt sich besser beurteilen, ob das eigene Produkt noch angemessen ist. Im aktuellen Test wurde die Allianz Riesterrente Klassik zum Testsieger gekürt. Unter den fondsgebundenen Produkten ist die Allianz Riester Rente InvestFlex sehr gut platziert, und auch die AL fonds-Riester der Alten Leipziger konnte überzeugen.

Welche Tarife noch im letzten Test gut abschnitten, erfährt man auf https://www.riesterrente-heute.de/

IVFP sieht Verunsicherung der Versicherten

Im Zusammenhang mit der Analyse nimmt das IVFP Stellung zur Berichterstattung der letzten Woche. Offenbar sieht man durch Äußerungen von Politikern eine massive Verunsicherung der Versicherten. Das aber ist nicht nur für die Riester Rente selbst von Nachteil, vielmehr gerät dadurch letztlich jedes Produkt zur Altersvorsorge unter einen Generalverdacht.

Das allerdings begünstigt weder die Bereitschaft der Versicherten, sich selbst um den Aufbau von Vermögen für das Alter zu kümmern doch könnte das Vertrauen in die private Altersvorsorge dadurch gestärkt werden. Die Ergebnisse des IVFP geben allerdings gar nicht so sehr Anlass zur Sorge, dass die Riester-Rente sich überhaupt nicht zur Vorsorge eignet.

Analysten weisen solide Rendite nach

Nach Meinung der Analysten lassen sich mit einer Riester Rente durchaus vernünftige Renditen erzielen. Das wurde aus einer neuen eigenen Studie deutlich. Betrachtet wurden 1.275 Riester-Verträge, aus denen schon heute eine Rente gezahlt wird. Da die Verträge somit nur eine kurze Laufzeit von 12 bis 15 Jahren haben, ist das Ergebnis recht interessant, denn die Niedrigzinsphase läuft bereits seit der Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009, und somit liegt ein großer Teil der Laufzeit in dieser Zeit der sinkenden Verzinsung.

Trotzdem konnten die Analysten eine Rendite nach Kosten und Steuern von über 3,6 Prozent auf die eingezahlten Beiträge nachweisen. Dabei lag die Spannbreite zwischen 2,3 Prozent und 7,5 Prozent, und bei 85 Prozent der Verträge macht die Rendite immer noch drei bis fünf Prozent aus. Dabei wurde mit einer Lebensdauer von 87 Jahren gerechnet, um das Vorurteil zu entkräften, dass sich die Riester Rente nur bei einer sehr hohen Lebensdauer von 100 Jahren rechnet.

Insgesamt ist das Fazit, dass sich die Rente durchaus lohnt, obwohl die Erträge durch die anhaltende Niedrigzinsphase natürlich geringer sein werden.

Allianz und Alte Leipziger sind top

Im Rating betrachtet wurden 69 Tarife von immerhin 41 Anbietern. Berücksichtigt sind die Kriterien Unternehmenssicherung, Rendite, Flexibilität, Transparenz und Service. Im Bereich der klassischen Riester Rente ist die Allianz mit der Riesterrente Klassik und der Gesamtnote 1,3 der Spitzenreiter.

Es folgt die Alte Leipziger mit dem FiskAL und die R+V mit der Riesterrente. Beide wurden mit der Note 1,4 beurteilt. Unter den fondsgebundenen Tarifen mit einer integrierten Beitragsgarantie stehen die Allianz und die Alte Leipziger auf dem ersten Platz.

Die RiesterRente performance safe der Stuttgarter kam mit der Note 1,4 auf den dritten Rang.

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Altersvorsorge | 13. Mai 2016 | Autor: