Beamtendarlehen vs Beamtenkredite: die Fakten

Beamtendarlehen vs Beamtenkredite: die Fakten

Der früher gerne belächelte Berufsstand des Beamten ist in einer Zeit, in der prekäre Beschäftigung der Normalfall ist, heute sicher ein Traumziel vieler junger Menschen. Die Sicherheit des Beamtentums spiegelt sich auch in den extrem günstigen Konditionen wieder, welche solche Personen bei Aufnahme eines Kredits oder Darlehens erhalten.

Die meisten Geldhäuser verlangen bei Beamten und anderen berechtigten Personen keine weiteren Sicherheiten, da die Zahlungsfähigkeit des Arbeitgebers, also des Staates, nicht in Frage steht.

Voraussetzungen für den Beamtenkredit

In den Genuss eines Beamtenkredits oder eines Beamtendarlehens kommen längst nicht mehr nur Beamte. Die meisten Bundesländer haben das Beamtentum durch das unkündbare Angestelltenverhältnis im Öffentlichen Dienst ersetzt.

Diese Menschen haben ebenso einen Anspruch auf einen Beamtenkredit oder ein Beamtendarlehen wie verbeamtete Akademiker oder Beamte auf Probe, wobei sich hier die Konditionen nicht ändern, falls das Probeverhältnis nicht verlängert wird.

Vorsicht vor dem Kleingedruckten:

Die Begriffe „Beamtenkredit“ und „Beamtendarlehen“ sind nicht geschützt. Manche Anbieter verwechseln diese Begriffe aus Versehen oder weil ein junger Werbetexter seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Andere Anbieter operieren gerne mit solchen Begriffen, um letzten Endes Kunden ein Produkt zu veräußern, welches sie im Grunde nicht brauchen und eigentlich auch nicht wollten.

Speziell bei Anbietern, welche aus dem Ausland heraus online ihre Dienste anbieten, ist eine gewisse Vorsicht sicher zu empfehlen, da das deutsche Beamtenrecht sicher einzigartig ist.

Generell sollte man sich sicher sein, ob man ein Beamtendarlehen möchte oder einen Beamtenkredit (siehe auch beamtendarlehen.de).

Wo liegen die Unterschiede zwischen den Kreditformen?

Zwischen Beamtenkredit und Beamtendarlehen gibt es einen gewichtigen Unterschied: Den Charakter des Vertrages.

Der Beamtenkredit

Ein Beamtenkredit ist im Grunde genommen ein Ratenkredit für einen speziellen Personenkreis. Ratenkredite werden gerne auch als Konsumentenkredite bezeichnet, haben meist eine eher geringe Höhe und dienen in der Regel der Erfüllung kurzzeitiger Wünsche: Eine Reise etwa oder eine neue Einrichtung für die Wohnung.

Viele Menschen betreiben eine Form des Ratenkredits, indem sie ihr Girokonto überziehen. Dies ist natürlich die wirtschaftlich sinnloseste Form der Kreditaufnahme, – vor allem für berechtigte Personen für einen Beamtenkredit.

Die Konditionen des Beamtenkredits sind weitaus besser als für jeden anderen Menschen mit Ausnahme von Grundbesitzern und Millionären, da sich das vergebende Geldhaus auf einen regelmäßigen Zahlungseingang bis zum Ableben des Kreditnehmers verlassen kann.

Das Beamtendarlehen

Ein Beamtendarlehen ist in der Regel gekoppelt an den Abschluss einer Kapitallebensversicherung oder einer zusätzlichen Rentenversicherung. Dies mag zunächst seltsam klingen, da sich Beamte über ihre Pension wenig Gedanken machen müssen.

Allerdings sind die Angestellten des Öffentlichen Dienstes ebenso von Altersarmut bedroht wie andere Arbeitnehmer heutzutage. Ein Beamtendarlehen ist eine enorme Möglichkeit für Angestellte des Öffentlichen Dienstes, sich etwa ein eigenes Heim anzuschaffen, da die Darlehenszinsen erheblich niedriger sind als bei einem herkömmlichen Darlehen und auch weniger Sicherheiten eingebracht werden müssen.

Beratung vor dem Abschluss:

Wir leben generell in einer Periode äußerst niedriger Zinsen, so dass es sicher sinnvoll ist, sich bei Abschluss eines Beamtendarlehens langer Laufzeit vorher zu informieren. Auch Beamtenkredite sollten verglichen werden, da ein heute günstiger Zinssatz nicht immer wirklich günstig ist.

Beamte und andere berechtigte Personen sollten sich bei der Aufnahme von Krediten oder Darlehen im Vorab informieren, – und womöglich so konservativ vorgehen wie bei der Wahl ihres Berufes.

Weitere Informationen zum Thema „Beamtendarlehen vs. Beamtenkredit: Wo sind die Unterschiede?“ finden Sie hier.

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Finanzen | 21. Juni 2016 | Autor: