Riester Rente 2017: Ein Teil der neuen Rentenreform

Riester Rente 2017: Ein Teil der neuen Rentenreform

Spätestens nach der Bundestagswahl 2017 soll es bei der Riester Rente gravierende Änderungen geben. Umfassende Reformen sind notwendig, damit die geförderte Altersvorsorge wieder häufiger nachgefragt wird.

Doch die Diskussion, welche Form der privaten Altersvorsorge als Ergänzung zur gesetzlichen Rente ideal ist, läuft auf Hochtouren. Im Bundesarbeitsministerium arbeitet man im Verborgenen an einem Rentenreformpaket, das den Ausbau von Betriebsrenten zum Inhalt hat.

Hinter den Kulissen arbeitet es

Verfolgt man die aktuelle Berichterstattung in der Presse mit Aufmerksamkeit, wird schnell deutlich, dass es aus dem Arbeitsministerium des Bundes bisher wenig Neuigkeiten zur Rentenreform gibt. Allerdings gehen Experten davon aus, dass man im Stillen schon lange an einer umfassenden Änderung der gesetzlichen Rente und der privaten Altersvorsorge arbeitet.

Offenbar soll die Kombination aus gesetzlicher Rente und aus privater Vorsorge neu gewichtet werden. Damit sollen für alle Generationen Altersbezüge sichergestellt werden, die in den nächsten Jahrzehnten aus dem Berufsleben ausscheiden. Dem Vernehmen nach soll die betriebliche Altersvorsorge erheblich ausgebaut werden. Die Riester-Förderung soll aufgestockt werden, damit die Förderrente für Versicherte wieder attraktiver wird. Wie die Riester Rente Förderung ganz genau aussieht, erfährt man auf https://www.riesterrente-heute.de/riester-rente-foerderung/

Arbeit auch an der gesetzlichen Rente

Es wird erwartet, dass das SPD-geleitete Ministerium an der gesetzlichen Rente nachsteuert. Allerdings würde man damit frühere Reformen korrigieren, deshalb soll diese Diskussion erst zum Schluss der Legislaturperiode geführt werden. Allerdings laufen schon jetzt erste Beratungen mit Gewerkschaften, Arbeitgebern, mit Verbänden und mit der Wissenschaft, inwieweit vorsichtige Änderungen möglich sind. Noch in diesem Jahr sollen weitere Gespräche hinzukommen.

Es scheint allerdings, als ob es sich bei diesem Gesamtkonzept nicht um etwas grundlegend Neues handelt. Die Rente soll weiterhin aus einem gesetzlichen, einen betrieblichen und einem privaten Baustein bestehen. Allerdings soll das Verhältnis der drei Säulen zueinander überarbeitet werden.

Die bAV im Fokus

Im Kern des Konzepts geht es vor allem um den Ausbau der betrieblichen Altersvorsorge. Schon für den Herbst 2016 erwartet man einen ersten Gesetzentwurf. Rund 60 Prozent der Arbeitnehmer halten heute schon einen Vertrag für eine Betriebsrente, doch dabei handelt es sich meist um Angehörige großer Firmen.

In kleinen und mittelständischen Unternehmen ist betriebliche Vorsorge noch selten zu finden, weil der bürokratische Verwaltungsaufwand und die Haftung als zu hoch erachtet werden. Im Idealfall, so argumentiert das Ministerium, sollen die Arbeitgeber und die Gewerkschaften in Zukunft Versorgungseinrichtungen für die ganze Branche gründen. Dadurch könnten die Betriebe entlastet werden.

Die Riester Rente soll attraktiver werden

Neuerungen sind auch bei der Riester-Vorsorge zu erwarten. Gerne möchte man die Arbeitgeber verpflichten, jedem Beschäftigten eine betriebliche Altersvorsorge anzubieten. Die Arbeitnehmer müssten diesem Angebot dann explizit widersprechen. Wer nur einen geringen Verdienst erzielt, bekommt einen Zuschuss.

Im Niedriglohnsektor könnte es pro Arbeitgeberbeitrag einen Zuschuss von 150 Euro im Jahr aus Steuern geben, so würde die „Nahles-Rente“ attraktiver. Auch könnte man keine Garantie für eine Rente mehr aussprechen, sondern lediglich eine Zielrente anbieten. Die Riester Rente selbst soll auch bei einem Bezug von Sozialhilfe erhalten bleiben, um für Geringverdiener attraktiv zu sein. Es gibt also genügend Bewegung rund um die gesetzliche Rente und die Riester-Vorsorge, die interessierte Versicherte mit Spannung verfolgen.

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Finanzen | 19. September 2016 | Autor: