Österreich: PKV vor neuen Beitragssteigerungen

Österreich: PKV vor neuen Beitragssteigerungen

Hohe Versicherungsbeiträge für weibliche PKV-Versicherte gehören in Deutschland der Vergangenheit an. Mit der Einführung der Unisex-Tarife müssen die Versicherer männlichen und weiblichen Versicherten Prämien nach gleicher Kalkulation anbieten. Unter gleichen Bedingungen zahlen Frauen und Männer also identische PKV-Beiträge.

Im Nachbarland Österreich scheint das anders zu sein. Hier sorgte vor kurzem ein Medienbericht für Aufmerksamkeit, nachdem die Prämien für weibliche PKV-Kunden ab Mai deutlich steigen sollen. Von Anhebungen in einer Größenordnung von rund zehn Prozent ist die Rede.

Unisex-Beiträge für deutsche Versicherte

Eine geschlechtsspezifische Kalkulation der Versicherungsprämien für männliche und weibliche Versicherte gab es bis zum Jahr 2012 auch in Deutschland. Erst seit Dezember 2012 müssen die Gesellschaften die Preise für Frauen und Männer nach den gleichen Maßgaben kalkulieren. Seit diesem Zeitpunkt zahlen Frauen tendenziell etwas weniger und Männer etwas mehr, wenn man die früheren Beiträge als Maßstab verwendet.

Das liegt daran, dass weibliche Versicherte mehr Leistungen zur Vorsorge und zur frühzeitigen Behandlung von Krankheiten in Anspruch nehmen, während männliche Versicherte oft erst dann zum Arzt gehen, wenn es nicht mehr anders geht. In der Folge mussten Frauen aber höhere PKV-Beiträge zahlen als Männer. Durch die Unisex-Tarife wurde diese Besonderheit aufgehoben, jetzt sind die Prämien für beide Geschlechter in Deutschland identisch.

Andere Regelungen im Nachbarland

In Österreich gilt diese Unisex-Regel für PKV-Beiträge offenbar noch nicht. Erst kürzlich wurde berichtet, dass weibliche Privatversicherte mit Anhebungen ihrer Kosten in einer Größenordnung von etwa zehn Prozent rechnen müssen.

Das macht durchaus einen nennenswerten Betrag aus, obwohl die private Krankenversicherung im Vergleich zu den gesetzlichen Kassen natürlich auch sehr gute Leistungen bietet (private-krankenversicherungen-testsieger.de/private-krankenversicherung-leistungen/). Ob diese aber ausreichen, um die höheren Beiträge zu rechtfertigen, ist immer im Einzelfall zu betrachten.

Ebenso ist selbstverständlich zu prüfen, welche Schritte der Versicherte unternehmen kann, wenn seine Gesellschaft mit einer Erhöhung droht und wenn diese Anhebung unverhältnismäßig zu sein scheint. Ungeachtet dieser unterschiedlichen Regelungen für männliche und weibliche Versicherte drohen aber auch in Deutschland erneut Beitragsanhebungen für beide Geschlechter.

Beitragserhöhungen ab Mai 2016 erwartet

Erste Gesellschaften haben für den Mai 2016 in Deutschland bereits die Prämien erhöht. Es steht zu erwarten, dass im Lauf des Jahres weitere Versicherer folgen werden. Diese Anhebungen gelten bei den neuen Unisex-Tarifen für Frauen und für Männer, bei den alten Bestandstarifen wird noch nach Geschlechtern unterschieden.

Und vor allem Neukunden müssen zukünftig mit erheblich höheren Beiträgen rechnen. Dieses Bild ist in der privaten Krankenversicherung allerdings keine Seltenheit, denn Erhöhungen der Prämien sind für die Versicherten ein bekanntes Phänomen, mit dem man sich regelmäßig auseinandersetzen muss. Nur wenige Versicherer halten ihre Kosten so stabil, dass sie den Versicherten auf lange Sicht die gleichen Beiträge bieten können.

Steht aber eine Erhöhung an, haben die Versicherten das Recht, in einen anderen Tarif mit gleichwertigen Leistungen und mit günstigeren Beiträgen zu wechseln. Dieses Recht sollten sie unbedingt einfordern, um die eigenen Ausgaben auf Dauer in einem vernünftigen Rahmen zu halten.

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Krankenversicherung | 18. Mai 2016 | Autor: