Ersatzbelege als Rechnungsersatz ausstellen

Ersatzbelege als Rechnungsersatz ausstellen

Dies kann wirklich jedermann einmal passieren: Ein Nachweis für eine Aufwendung ist einfach unauffindbar verschollen.Gott sei Dank gibt es den Ersatzbeleg.

Äußerst ärgerlich ist es, sobald für eine größere Geschäftsausgabe jener Beweis fehlt. Beachten Sie:

Ohne Ausgabennachweis keine Buchung und kein Steuervorteil durch das Finanzamt. Daran gibt es nichts zu rütteln.

Zuerst sollten Sie demzufolge versuchen, eine Rechnungskopie zu bekommen, indem Sie nochmals ihren Rechnungssteller kontaktieren.

Kann die Rechnung nicht eingeholt werden, da der Anlass bspw. bloß ein geschäftliches Gespräch im Münzautomaten war, kann in Ausnahmesituationen der Ersatzbeleg ausgestellt werden.

Jedoch fordert das Finanzamt eine gewissenhafte Fibu und zudem einen glaubhaften Grund für die Ausstellung des Beleges.

Sie sollten es daher nicht überziehen: Ein Eigenbeleg ist In Ordnung, doch jedweden Kalendertag einer, und ihr Amt wird wohl mißtrauisch.

Ungeachtet dessen, dass unser Gesetz für Eigenbelege keine spezielle Struktur vorschreibt, sollten dadrin sehr wohl notwendige Pflichtangaben inkludiert sein:

  • Ausgabenzweck
  • Rechungsbetrag
  • Zeitpunkt der Löhnung
  • Empfänger der Zahlung
  • Grund für den eigenen Beleg
  • Signatur des Belegerstellers
  • Tag und Ort, an welchem ihr Beleg erstellt worden ist

Eine ausfüllbare Vorlage mit sämtlichen Pflichtangaben finden Sie auf: eigenbeleg-vorlage.de

Verstärken Sie den eigens erstellten Beleg mithilfe von Zahlungsnachweisen

Sofern es sich dabei um eine Geldüberweisung dreht, legen Sie sicherheitshalber obendrein eine Kopie des Überweisungsscheines dazu.

Floss das Geld in bar, kann es sinnvoll sein, bspw. eine Kopie des Schriftlichen Verkehrs beizufügen.

Ebenfalls sollte darauf geschaut werden, dass Ersatzbelege möglichst zeitnah erstellt werden. Und berücksichtigen Sie außerdem:

Sie haben keinen Anspruch darauf, dass das Amt den Ersatzbeleg genehmigt. Deutschlands Finanzbehörden können, müssen hingegen unter ihren Eigenbeleg nicht genehmigen.

Um Ihre Chancen auf die Genehmigung des Eigenbeleges zusätzlich zu erhöhen, sollten Sie folgende Anforderungen berücksichtigen:

  • Eigenbelege sind nur bis zu eriner Augabenhöhe von bis zu maximal 150 Euro zulässig (§33 UStDV)
  • Eigenbelege sollten nur in Ausnahmefällen erstellt werden
  • Ersatzbelege werden nur im Rahmen einer geschäftlichen Aufwendung akzeptiert
  • Eigens erstellte Belege müssen von der Höher der Ausgaben her stets nachvollziehbar sein

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Steuern | 3. Mai 2017 | Autor: