Betriebsrentenreform 2018: Die wichtigsten Ergebnisse

Betriebsrentenreform 2018: Die wichtigsten Ergebnisse

Lange war darüber spekuliert worden, doch nun ist klar, wie die Betriebsrentenreform 2018 aussehen soll. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Betriebsrente durch den neuen Gesetzentwurf flächendeckend gestärkt werden soll.

Für Geringverdiener soll es Zuschüsse des Arbeitgebers geben, die Unternehmen sollen vor einigen Fußangeln der betrieblichen Altersvorsorge geschützt werden. Es scheint, als könnte die Betriebsrente damit ein größeres Gewicht bekommen.

Geringverdiener werden stärker gefördert

Schon ab 2018 sollen Geringverdiener durch einen Förderbetrag bei arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Renten stärker unterstützt werden. Mitarbeiter mit einem Einkommen von höchstens 2.000 Euro monatlich bekommen eine steuerliche Förderung von 30 Prozent der gezahlten Beiträge, sofern sie im Jahr zwischen 240 Euro und 480 Euro in eine Direktversicherung, in einen Pensionsfonds oder in eine Pensionskasse einzahlen.

Die gewährte Förderung wird mit der gezahlten Lohnsteuer verrechnet. Damit soll es für Geringverdiener attraktiver werden, eine betriebliche Altersvorsorge abzuschließen. Viele Arbeitnehmer mit einem geringen Einkommen machen von ihrem Recht, eine Direktversicherung abzuschließen, keinen Gebrauch, weil sie jeden Euro im Monat umdrehen müssen.

Mit der Festlegung der maximal eingezahlten Beiträge auf 480 Euro im Jahr ist ein vertretbarer Rahmen geschaffen, den sich auch Geringverdiener leisten sollten. Dies gilt umso mehr durch die steuerliche Förderung von zusätzlich 30 Prozent auf die eingezahlten Beiträge.

So werden Unternehmen geschützt

Rentenzusagen können viele Unternehmen bei geringen Zinsen stark belasten. Die Betriebsrentenreform erlaubt es deshalb, reine Beitragszusagen zu geben. Allerdings muss das Unternehmen dazu einem Tarifvertrag unterliegen. Der Arbeitgeber verpflichtet sich dann nur zur Zahlung von genau definierten Beiträgen an einen externen Versicherer.

Das kann eine Pensionskasse oder eine Direktversicherung sein. Somit wird die Situation verhindert, hohe Rückstellungen zu bilden, weil man irgendwann garantierte Rentenzahlungen gewährleisten muss. Die Tarifpartner können sich außerdem auf ein Opting-Out-Verfahren einigen.

Danach gilt die betriebliche Altersvorsorge für jeden Mitarbeiter automatisch. Nur wenn er explizit widerspricht, nimmt er nicht an der bAV-Variante teil. Durch diese Alternative sollen Unternehmen davor geschützt werden, dauerhaft Renten zahlen zu müssen, die sie aufgrund der niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt selbst nicht erwirtschaften können. Was man sonst alles über die betriebliche Altersvorsorge wissen sollte, erfährt man auf https://www.testsieger-berichte.de/betriebliche-altersvorsorge-test/

Höhere Renteneinzahlungen sind möglich

Eine weitere Neuerung ist die Aufstockung der Einzahlungen in die betriebliche Altersvorsorge. Der steuerliche Höchstbeitrag wird in Zukunft noch mehr an die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung gebunden.

Das heißt, dass nicht mehr nur vier Prozent der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze als Einzahlung ohne Steuern und Sozialversicherungsbeiträge eingezahlt werden können, sondern weitere 1.800 Euro. Damit erhöht sich der finanzielle Vorteil für Arbeitnehmer, weil ein weiterer Teil des Einkommens von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen befreit bleibt.

Testergebnisse gewinnen an Bedeutung

Für Arbeitnehmer haben diese Neuerungen einige Vorteile. Sie sollten sich daher unbedingt für den Abschluss einer betrieblichen Altersvorsorge entscheiden, sofern diese nicht bereits besteht. Gerade Großkonzerne bieten ihren Mitarbeitern per Tarifvertrag nämlich eine Betriebsrente an, die grundsätzlich der Reform unterliegt. Sofern der Betrieb keinen Tarifvertrag abgeschlossen hat, steht dem Mitarbeiter ein Recht auf eine Direktversicherung zu.

Diese kann er bei jedem beliebigen privaten Versicherungsunternehmen abschließen. Bevor man diesen Vertrag abschließt, lohnt sich ein Blick auf den aktuellen Versicherungsvergleich und die neuesten Testergebnisse, um den Tarif mit dem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.

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Versicherungen | 3. Januar 2017 | Autor:

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